Venenleiden

Durch Abklärung mittels bidirektionalem Doppler und LRR (Lichtreflexionsrheographie) sind wir in der Lage die Ursache Ihrer Beschwerden genauer zu erkennen. Erst nach exakter Diagnosestellung erarbeiten wir ein individuelles Therapiekonzept mit z. B. Kompressionsbehandlungen, Verödungen oder Lasertherapie der Varizen oder Besenreiser.

Die Schaumsklerosierungstherapie ist eine technische Weiterentwicklung der Ihnen wahrscheinlich bekannten Form der Verödung von z.B. Besenreisern. Im Jahr 2000 entwickelte die Firma Kreussler dieses Doppelspritzenverfahren, welches es ermöglicht das flüssige Medikament mit dem Namen Äthoxysklerol 1,0% mit Raumluft aufzuschäumen. Durch dieses Prinzip ist eine deutlich stärkere, aber schonendere Wirkung im Gegensatz zur herkömmlichen Flüssigverödung zu erzielen. Nach Injektion mit einer feinen Nadel in die geschädigten Venenabschnitte kommt es zu einer Verdrängung des Blutes, der Schaum legt sich an die innere Venenwand an und es findet eine gewollte Entzündung der Gefäßinnenwand  statt, was zu einer vorübergehenden Rötung und ggf. Schmerzen führen kann. Die künstlich erzeugte Entzündung führt zu einer Verklebung der Krampfader, welche dann vom Körper aufgelöst wird, so dass nur noch mit dem Mikroskop erkennbare Bindegewebsreste zurückbleiben. Allerdings benötigt dieser Vorgang mehrere Wochen bis Monate, eine Nachverödung ist also ggf. nach 2-4 Monaten erneut möglich oder notwendig. Der Vorteil der nicht operativen Methode ist, dass sie beliebig oft wiederholt werden kann, weitgehend schmerzfrei ist, ohne örtliche Betäubung oder Narkose möglich ist und Sie im Anschluss nicht arbeitsunfähig sind. Ihr Bein muss lediglich für 1-2 Wochen mit einem Kompressionsverband gestützt werden. Leichtere sportliche Aktivitäten (wie Nordic Walking etc.) sind aber auch während dieser Zeit möglich, allerdings sollten die ersten 2-3 Wochen nach erfolgter Verödung Solarium, Sauna und Hitze vermieden werden, da es ansonsten zu vermehrten Entzündungen kommen kann.

Ebenfalls führen wir ambulante Venen-Op´s in Tumeszenzanästhesie (lokaler Betäubung) durch. Diese Methode ist besonders schonend, kleine Perforanten und Seitenäste z.B. im Bereich der Unterschenkel können unter dieser Art von Betäubung schmerzfrei entfernt werden, durch sogenannte Mini-Phlebektomien. Direkt im Anschluss an die OP wird ein Kompressionsverband angelegt.